yesneptune

“This life is what you make it. No matter what, you’re going to mess up sometimes, it’s a universal truth. But the good part is you get to decide how you’re going to mess it up. Girls will be your friends - they’ll act like it anyway. But just remember, some come, some go. The ones that stay with you through everything - they’re your true best friends. Don’t let go of them. Also remember, sisters make the best friends in the world. As for lovers, well, they’ll come and go too. And baby, I hate to say it, most of them - actually pretty much all of them are going to break your heart, but you can’t give up because if you give up, you’ll never find your soulmate. You’ll never find that half who makes you whole and that goes for everything. Just because you fail once, doesn’t mean you’re gonna fail at everything. Keep trying, hold on, and always, always, always believe in yourself, because if you don’t, then who will, sweetie? So keep your head high, keep your chin up, and most importantly, keep smiling, because life’s a beautiful thing and there’s so much to smile about.”

Marilyn Monroe

(via yesneptune)
hereiswherethedreamerlies

Three years later, a new girl sits cross-legged on your bed.
She tastes like a different flavor of bubblegum than you are used to.
She opens up a book that you had to read in high school, and a folded picture of us falls out of chapter three.
Now there are two unfinished stories resting in her lap.
Inevitably, she asks, and you tell her.

You say: I dated her a while back.
You don’t say: Sometimes, when I’m holding you, I imagine the smell of her vanilla perfume.

You say: She was younger than me.
You don’t say: The sixteen summers in her bones warmed the eighteen winters my skin had weathered.

You say: It’s nothing now.
You don’t say: But it was everything then.

Some things are better left unsaid (via dearalexandra)
hintergrundrauschen
Warum soll Kritik an diesem Unsinn ignorant sein? Ignorant ist, wer in diesen “Bahnhofskiosk-Ratgeberphilosophie-Mittelschichtslifestyle-Pseudofreiheits-abends-auf-dem-Dach-über-der-Stadt-sitzen-Reklamepathos-Cape-Diem”-Durchhalteparolen einen Sinn sieht, sich dann gar für weltmännisch oder kritisch hält. Jeder 2. Neon-Artikel redet von den gleichen abgeschmackten Sinnsuche-Idealen einer linksalternativen, eigentlich grün-konservativen, moralisch-moralinsauren, pseudoindividualistischen Durchpeitschgeneration; jene bornierten durch Neon, Amnesty International und PETA moralisch gepolten, durch Arte, Spiegel Online, Wikipedia und “ich hab da mal ne Doku gesehen” gebildeteten Leute also, deren Eltern schon sich ein gutes Gewissen verschafften, wenn sie für die afrikanischen Blähbäuche-Kinder aus der Werbung gespendet haben, und die selbst ihren FairTrade-Kaffee, den regionalen Gammelapfel oder ihren radical chic in der Initiative X gegen Nazis, Bahnhöfe oder Studiengebühren für weltverändernde Praxis halten. Man ist ja so kritisch, aufgeklärt, kreativ und studiert irgendeinen Quatsch, hält sich ggü. dem ‘Unterschichten’-Pöbel für so überlegen. Möglichkeiten zu Feiern, schlechte Romane zu lesen, lange aufzubleiben, seinen Großstadtpathos zu pflegen und Backpacking durch Australien oder Chile zu betreiben hält man für Freiheit. Wehe aber es geht wirklich mal gegen die Verhältnisse, ganz schnell merkt man, dass man doch was zu verlieren hat, ganz schnell sind diese Mittelschichtskids urreaktionär. Deswegen auch rufen diese Wutbürger und Biofraß-Aktivisten auch stets nach dem starken Staat: ob nun für ihre “Bildung”, die keine Ware sei, gegen “kriminelle Ausländer” oder gegen die bösen “Spekulanten” und “Banker”. Am Ende sind sie (seid ihr) vor allem eins: gute Deutsche, denen bei Markus Lanz, deutschen Fußball-WM-Niederlagen und dem Filmdreiteiler ‘Unsere Mütter, unsere Väter’ die rührseligen Tränen kommen - und das allein reicht schon aus, um sich vor euch zu gruseln! Die Julia-Engelmann-Philosophie ist für euch die richtige Melodie! Und alle die, denen zum Engelmann-Video nur Vergewaltigungsphantasien, homophobe Sprüche und sonstiger autoritär-dümmlicher Dreck mangels Affektkontrolle und Verstand einfällt, gehören genauso dazu, denen sei darüberhinaus aber noch gesagt: Maul halten!

Youtube-Kommentar zur Julia-Engelmann-Philosophie

M. Schönwetter

(via hintergrundrauschen)
footprinter

Eines Tages Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn’s um Selbstbetrug geht. Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh‘. Bin ein entschleunigtes Teilchen. Kann auf Keinsten was reißen. Lass‘ mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein anderer ihn lebt.

Und ich denke zu viel nach. Ich warte zu viel ab. Ich nehm‘ mir zu viel vor und ich mach‘ davon zu wenig. Ich halt‘ mich zu oft zurück, ich zweifel alles an, ich wäre gerne klug – allein das ist ziemlich dämlich. Ich würd‘ gern so vieles sagen, aber bleibe meistens still, weil wenn ich das alles sagen würde, wäre das viel zu viel. Ich würd‘ gern so vieles tun.
Meine Liste ist so lang, aber ich werd‘ eh nie alles schaffen – also fang‘ ich gar nicht an. Stattdessen häng‘ ich planlos vorm Smartphone. Wart‘ bloß auf den nächsten Freitag. „Ach, das mach‘ ich später“ ist die Baseline meines Alltags. Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund. Ich bin so furchtbar faul, mein Patronos ist ein Schweinehund. Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf. Mein Dopamin, das spar‘ ich immer, falls ich’s nochmal brauche.

Und eines Tages Baby, werd‘ ich alt sein. Oh Baby, werd‘ ich alt sein und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.
Und du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr wieder vercheckt hast. Dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden.
Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen, mal deine Träume angehen, mal die Tagesschau sehen für mehr Small Talk, Allgemeinwissen. Aber wie jedes Jahr, obwohl du nicht damit gerechnet hast, kam dir wiedermal dieser Alltag dazwischen.

Unser Leben ist ein Wartezimmer. Niemand ruft uns auf. Unser Dopamin, das sparen wir immer, falls wir’s nochmal brauchen. Und wir sind jung und haben viel Zeit. Warum sollen wir was riskieren? Wir wollen doch keine Fehler machen. Wir wollen auch nichts verlieren und uns bleibt so viel zu tun. Unsere Listen bleiben lang und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land.

Eines Tages Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen, werden traurige Konjunktive sein wie: Einmal, bin ich fast einen Marathon gelaufen. Und hätte fast die Buddenbrooks gelesen.
Und einmal wäre ich beinahe bis die Wolken wieder lila waren noch wach gewesen. Und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen, wir sind die Gleichen. Und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten. Werden wir sagen.

Und, dass wir bloß faul und feige waren – das werden wir verschweigen und uns heimlich wünschen, noch ein bisschen hierzubleiben, wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp – und das wird sowieso passieren – dann erst werden wir kapieren, wir hatten nie was zu verlieren. Denn das Leben, das wir führen wollen – das könn‘ wir selber wählen.
Also lass‘ uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen. Lass‘ uns nachts lange wach bleiben, aufs höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die tollsten Lieder singen. Lass‘ uns Feste, wie Konfetti schmeißen. Sehen wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern, bis die Wolken wieder lila sind. Und lass mal an uns selber glauben. Is‘ mir egal, ob das verrückt ist und wer genau kuckt, sieht, dass Mut bloß auch ein Anagramm von Glück ist.
Und, wer immer wir auch waren – lass‘ mal werden, wer wir sein wollen. Wir haben schon viel zu lang gewartet. Lass mal Dopamin vergeuden.

„Der Sinn des Lebens ist leben“ - das hat schon Casper gesagt. „Let’s make the most of the night“ – das hat schon Kesha gesagt. Lass’ uns möglichst viele Fehler machen und möglichst viel aus ihnen lernen. Lass‘ uns jetzt schon Gutes säen, damit wir später Gutes ernten. Lass‘ uns das alles tun, weil wir können und nicht müssen. Weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen.
Und unsere Zeit, die geht vorbei – das wird sowieso passieren. Und bis dahin sind wir frei und es gibt nichts zu verlieren. Lass‘ uns, uns mal demaskieren und dann sehen, wir sind die Gleichen. Und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten, denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen.

One Day von Julia Engelmann (via footprinter)